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Stefan Weber peppt Schulkantinenessen auf!


Von Jenny Berns WNZ 4.4.19

 

Kantinenessen, vor allem das in Schulen, ist langweilig und
wenig schmackhaft - so ein weit verbreitetes Vorurteil. Stefan
Weber, seit drei Jahren Koch an der Integrierten Gesamtschule
Solms, kocht täglich frisch und packt seinen Kunden viele
Gemüse und Ähnliches auf die Teller. Trotzdem stehen immer
wieder auch Döner, Hamburger, Currywurst oder Schnitzel auf
dem Speiseplan - selbst gemacht aus guten Zutaten.

 

SOLMS - Für viele hat das Wort Kantine mit großer Kochkunst wenig zu tun und gerade, wenn es um Schulkantinen geht, hält sich die Begeisterung meist in Grenzen. Dabei sind die Stätten kollektiver Essensaufnahme in der Regel viel besser als ihr Ruf.

Gegen Pizza, Döner und Co. haben sie aber bei Jugendlichen oft keine Chance und so wandern die älteren Schüler in den Pausen oft in die Innenstädte, um sich dort mit Nahrung zu versorgen.


Ein Schulkoch an der Integrierten Gesamtschule Solms (IGS) wollte sich damit jedoch nicht abfinden, hat stattdessen die Herausforderung angenommen. Stefan Weber, 37 Jahre alt, ist seit drei Jahren Koch in der Schulkantine an der IGS und will seine "Kundschaft" vom Kantinenessen überzeugen. Er sagt: "Kinder sind die kritischsten, aber auch die ehrlichsten Gäste." Schmackhaft, selbstgemacht und gesund soll das Essen für die Schüler sein. Es ist klar ersichtlich, was alles enthalten ist
Drei Dinge, die nicht so einfach unter einen Hut zu bekommen sind. "Man muss sich schon was einfallen lassen", sagt der Koch. Und das hat er getan. Um der "Fastfood-Liebe" der Jugendlichen Rechnung zu tragen, hat er sogar einen Dönerspieß angeschafft. Dienstags ist an der Schule
nun Dönertag. Aber auch Hamburger, Currywurst oder Schnitzel gibt es. Die Idee dahinter: "Hier wird alles selbst gemacht, dadurch ist klar ersichtlich, was alles enthalten ist."
 

Hinzu kommt, dass der Anteil an Gemüse oder Salat, die den
Fleischgerichten beiliegen, recht hoch ist. "Es gibt bei uns deutlich mehr Gemüse als Fleisch." Somit wird das Fastfood hier aufgewertet. Und natürlich gibt es nicht nur solches. Die Mittagsmenues, die angeboten werden, haben mit klassischem Kantinenessen kaum noch etwas gemeinsam, sind fast schon Haute Cuisine. Zumindest lässt sich Weber immer wieder etwas einfallen. So bietet er schon mal Krautkrapfen oder Aprikosen-Ragout mit Gewürzreis an. Beliebt ist auch seine Gemüselasagne mit frischen, angebratenen Auberginen und Zucchini. Nicht alles sind Eigenkreationen, wie Weber zugibt, er lässt sich gerne von bekannten Fernsehköchen inspirieren und kocht deren Rezepte in eigener Interpretation nach. Bei Schülern und Lehrern kommt das gut an.

 

Die Zahl der Essen, die in der Mittagspause geordert werden, hat deutlich zugenommen.
Das freut auch Chef Markus Schmidt. Der Solmser Caterer ist an der IGS und der Wetzlarer Fröbelschule für das Essen zuständig. Er sieht das Ganze auch noch unter einem wirtschaftlichen Aspekt, denn er muss mit
den Essen auch Gewinn machen. Hintergrund ist, dass die Caterer die Küchen und Kocheinrichtungen der Schulen zwar kostenlos nutzen dürfen, die Zutaten müssen sie jedoch selbst finanzieren, hinzu kommen noch die Personalkosten.
Die Schulessen kosten zwischen 2,80 und 4,80 Euro - die Preise sind durch Obergrenzen genormt. Ferner werden Brötchen, Laugenstangen und Co verkauft. Chips und Süßkram gibt es an der IGS übrigens nicht, dafür aber immer wieder mal Muffins.
Früher, so sagt Schmidt, habe er mal sechs Schulen betreut. Heute sind es nur noch zwei. Dafür biete er aber nur noch frische Küche an. "Das ist irgendwie auch interessanter." Soweit es möglich ist, setzt er auf Bio-Ware. "Und heute muss man neben vegetarischen Angeboten auch
immer bereit sein, lactose- oder glutenfreie Essen zuzubereiten", sagt er. Für Stefan Weber kein Problem, denn er nimmt solche
Herausforderungen gerne an. An der IGS kommt ihm dabei die neue Schulküche zugute, die rund 300 000 Euro gekostet haben soll und in der man dank Kühl- und Vorratsräumen sowie neuer Warmhaltetechnik tatsächlich das meiste frisch zubereiten kann. Komplimente gibt es für das Essen immer wieder, bisweilen wird er auch mal nach einem Rezept gefragt. Und als moderner Koch hat Weber sogar einen Instagram-Account. "Ich habe aber noch nicht wirklich viele
Follower, vielleicht so 350 Personen sind es. Und es sind mehr die Fitnessfrauen, die mir folgen", sagt er und lacht. Dann widmet er sich wieder dem Pizzateig, knetet, rollt aus und belegt das Ganze - denn auch Pizza wird an der IGS immer frisch zubereitet.

 

 

 

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